Was ist eine Vektorgrafik?

Eine Vektorgrafik ist eine zweidimensionale Zeichnung, die aus einfachen Elementen wie Geraden und Kurven besteht. Aus diesen Elementen können Objekte wie Kreis, Rechteck, Stern, Freiform (Polygone) und andere erstellt werden.
Zur Darstellung von Elementen und Objekten werden Bézier-Kurven verwendet. Dabei handelt es sich um einfache mathematisch Formeln, die nach dem französischen Mathematiker Pierre Bézier benannt wurden. Bézier-Kurven bestehen aus einem Anfangs- und Endpunkt, der jeweils eine Tangente hat. Der Verlauf der Linie wird durch die Position des Anfangs- und Endpunktes sowie die Länge und Ausrichtung der dazugehörigen Tangente berechnet. Dies geschieht durch Zeichenprogramme wie zum Beispiel Adobe Illustrator oder CorelDraw.

Weitere Eigenschaften wie Kontur, Farben, Füllung (bei Flächen), etc. werden ebenfalls anhand von Variablen festgelegt und bei der Darstellung berechnet. Am Bekanntesten ist dieses Prinzip bei Schriften, bei denen man ganz einfach die Größe, Farbe und Kontur verändern kann.

Beispiel: Mit nur vier Bézier-Kurven kann man einen Kreis darstellen.

Vektorgrafik Beispiel 1A: Bézier-Kurve mit Anfangs- und Endpunkt sowie Tangenten
B: Kreis aus vier Bézier-Kurven mit Anfangs- und Endpunkt sowie Tangenten
B1: gleiche Position der Anfangs-und Endpunkte aber veränderte Tangenten
B2: veränderte Position der Anfangs-und Endpunkte aber gleiche Tangenten

Das mathematische Konzept von Vektorgrafiken bietet einige Vorteile gegenüber Pixelgrafiken (bei denen jedem Bildpunkt eine fester Farbwert zugeordnet ist):

• Sie können stufenlos und verlustlos vergrößert werden.
• Die Dateigröße ist sehr gering (nur Abhängig von der Komplexität der Zeichnung)
• Flächen, die nicht definiert sind, sind transparent.
• Eigenschaften (Form, Farbe, Kontur, …) lassen sich problemlos ändern.
• Elemente und Objekte können sehr präzise positioniert werden.

Größter Nachteil von Vektorgrafiken ist, dass keine wirklich fotorealistischen Bilder erstellt werden können.

Ein Firmen-Logo sollte möglichst als Vektorgrafik angelegt werden, um vielseitig verwendbar zu sein (Drucksachen, Beschriftungen, Fahnen, Werbemittel, …).

Was ist ein vektorisiertes EPS?
Vektor-Zeichenprogramme erzeugen meist Dateiformate, die nur mit dem jeweiligen Programm bearbeitbar sind (Adobe Illustrator: .ai; CorelDraw: .cdr). Als unabhängiges Dateiformat sollte die Zeichnung deshalb als .eps (encapsulated PostScript) gespeichert werden. Damit ist es möglich, die Zeichnung in einem Layout-Programm zu verwenden oder auch in eine Pixelgrafik umzuwandeln.

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Bildauflösung für Druck und Internet

Die Auflösung eines Bildes wird in dpi (dots per inch = Pixel pro Zoll) angegeben.

Für den Offset-Druck sollte ein Bild möglichst 300 dpi haben, damit das Motiv unverpixelt und scharftkantig zu sehen ist.

Für die optimierte Darstellung eines Bildes im Internet (auf einem Display) reicht eine Auflösung von 72 dpi, da die Displays von Monitoren oder anderen Geräten nicht mehr darstellen können. Eine höhere Auflösung verbessert nicht die Schärfe des Bildes, sondern verursacht nur längere Ladezeiten, da die Dateigröße größer wird.

Zwischen Bildern mit 300 dpi und 72 dpi liegt der Faktor 4 (300 dpi : 72 dpi = 4,166). Um diesen Faktor müssten Bilder, die für das Internet optimiert wurden, für die Verwendung im Druck hochgerechnet werden. Dabei entsteht ein sichtbarer Qualitätsverlust, da die Farbinformationen der vorhandenen Pixel einfach nur vervierfacht werden.
Andersherum ist es möglich Bilder ohne Qualitätsverlust zu verkleinern.

Vergleich: Sie haben einen Liter Wein und wollen daraus vier Liter machen. Sie können zwar Wasser hinzugeben, aber der Geschmack ist verwässert. Wenn Sie jedoch vier Liter Wein haben, können Sie “verlustlos” einen Liter Wein davon abfüllen.

 

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Was ist RGB und CMYK und was sind die Unterschiede?

RGB steht für die Primärfarben rot, grün und blau und wird bei jedem Bildschirm (z. B. Monitor, Fernseher, Handy, Digitalkamera) verwendet. Es ist ein additives Farbschema. Das bedeutet, dass bei maximaler Leuchtkraft aller drei Farben die sichtbare Farbe weiß ist. Sind alle drei Farben aus, ist die sichtbare Farbe schwarz. (Wobei schwarz und weiß streng genommen keine Farben sind.)

Unterschied RGB und CMYKCMYK steht für cyan, magenta, gelb (Y = yellow) und schwarz (K = Kontrast). Durch Mischung dieser vier Farben ergibt sich der Farbumfang, mit dem die meisten Druckmaschinen und Drucker arbeiten. CMYK ist ein subtraktives Farbsystem. Das Licht bzw. die sichtbare Farbe wird von einem Medium nur reflektiert. Wenn alle Farben gleichzeitig gedruckt werden, ist das Ergebnis schwarz. Wenn keine dieser Farben gedruckt wird, ist natürlich nur das weiße Papier zu sehen.
Die vierte Komponente schwarz (K) wird gedruckt, um mehr Kontrast erzeugen zu können und um Schrift nicht immer aus den anderen drei Farben zusammensetzen zu müssen.

Beide Farbsysteme haben einen begrenzten Farbumfang. Der Farbumfang (die maximal möglichen darstellbaren Farben eines Farbsystems) dieser beiden Farbsysteme nicht identisch. Das bedeutet, dass beim Umwandeln von RGB zu CMYK oder umgekehrt, einige Farben nicht exakt gleich dargestellt werden können.

RGB und CMYK Farbumfang Adobe

 

 

A: Visueller Farbumfang des menschlichen Auges
B: RGB-Farbraum
C: CMYK-Farbraum

Quelle: Adobe Systems

 

Die Wahl von CMYK oder RGB hängt nicht von bestimmten Vor- oder Nachteilen, sondern von der Art der Darstellung ab. Wie schon oben erwähnt, werden RGB-Bilder auf Displays optimal dargestellt, da sie aus RGB-Bildpunkten das Bild darstellen. Für den Offset-Druck sollten RGB-Bilder möglichst vorher in CMYK-Bilder umgewandelt werden. Sonst kann es passieren, dass die Darstellung auf dem Monitor teilweise vom Druckergebnis abweicht. Dies gilt nicht nur für Fotos, sondern auch für Farben in Zeichungen und Layouts.

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